Die Welt der Seelenspringerin

Die Seelenspringerin - die neue Mystery-Thriller-Reihe
erschienen im Drachenmond Verlag


Zur Entstehung
Nach meinem mächtigen Nachtahn Dorian, der begabten Seherin Seraphina und anderen mächtigen übernatürlichen Kreaturen wollte ich mal eine Protagonistin erschaffen, die über keine besonderen Kräfte verfügt, mit denen sie sich im Ernstfall retten kann. Eine ganz normale Frau eben. Wie Du und ich quasi.
Tess ist in geordneten Familienverhältnissen aufgewachsen. Sie ist ein geliebtes Einzelkind, hat noch beide Elternteile und sogar eine Uroma. Lediglich ihre Großeltern väterlicherseits leben nicht mehr und haben ihr ein Erbe hinterlassen, mit dem sie gut über die Runden kommt. Tess liebt das Backen und Kochen, sie hat keine perfekte Figur und Schwierigkeiten im Umgang mit Männern. Mit menschlichen Männern.
Okay, ganz normal wurde sie dann doch nicht …
Mit ihrer Gabe bildet sie quasi den Schlüssel zur Welt der Übernatürlichen.


Die Welt der Seelenspringerin
Die Geschichte an sich ist in Mittelengland angesiedelt - in einer Welt, in der alle übernatürlichen Kreaturen, die wir sonst nur aus Büchern kennen, offen unter den Menschen leben. Sie haben sich vor einigen Jahren "geoutet" und seitdem hat sich viel verändert: Neue Gesetze wurden erlassen, Krankenhäuser und Gefängnisse umgebaut und an die neuen Gegebenheiten angepasst. Die Übernatürlichen - oder Monster, wie Tess sie nennt - sind fester Bestandteil der Gesellschaft geworden, müssen ihren Lebensunterhalt verdienen, Steuern zahlen und sich in die Gemeinschaft integrieren. Dennoch herrschen Vorurteile, Misstrauen und Abneigung auf beiden Seiten. 
Tess` Haus am See. Quelle: Pixabay
Wie im echten Leben leider auch ... 

Ich finde die Vorstellung total spannend, dass es Vampire, Gestaltwandler, Dämonen, Hexen, Engel, Feen usw wirklich gibt. Da gehöre ich ganz klar zur Mulder-Fraktion: I want to believe.
Ich glaube, das fing mit den Anne-Rice-Romanen an, die ich vor zig Jahren gelesen habe. Anne Rice hat die Welt um Lestat, aber auch die ihrer Hexen so realistisch und detailliert geschildert, dass ich beim Lesen komplett eingesunken bin und wirklich für einen Moment das Gefühl hatte, als gäbe es all diese Dinge wirklich. 
Vielleicht ist es ja auch so? 
Vielleicht sind es keine Spinner, die behaupten, von einem Vampir verführt worden zu sein? Oder es ist nicht allein hartem Training zuzuschreiben, dass manche Kerle mehr Gewichte stemmen können als andere? 
Kennt ihr Leute, denen immer alles zuzufallen scheint? Vielleicht haben sie eine gute Fee oder einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, der in zehn Jahren kommen wird, um ihre Seele zu holen *muhahahah* 
Bei uns im Dorf gibt es ein Haus mit blinden Fenstern und zugewuchertem Garten. Ich hab da noch nie jemanden gesehen, aber die Post wird regelmäßig reingeholt und auch die gelben Säcke landen pünktlich zur Abholung am Gehsteig. Wohnt da wirklich nur eine schrullige Alte, die ihre Ruhe haben will, oder ist es das Domizil einer Hexe? Oder eines Vampirs...? 
Bestimmt kennt ihr noch mehr solche Beispiele. Falls nicht, schaut euch mal aufmerksam um. Erkennt die Zeichen. 
Dann habt ihr eine Vorstellung davon, in welcher Welt Tess lebt. Nur dass Tess in die Seelen eben jener Monster springen kann. Nicht kontrolliert und selten in schöne Momente, wie die nachfolgende Szene zeigt: 
Quelle: Pixabay
"Sie schmeckte Blut und fühlte eine unbändige Wut in sich. Im ersten Moment konnte sie von ihrer Umgebung nichts erkennen. Sie sah buchstäblich rot. Ihr Kiefer schmerzte. Flüssigkeit tropfte ihr in die Augen, die sie nun als ihr eigenes Blut erkannte. Um sie herum waren Rufe zu hören, Anfeuerungen, gebellte Befehle, doch ihr Wirt interessierte sich nur für das Schlagen des Herzens vor sich. Es war ein Tier, in dem sie steckte: stark, zornig und angestachelt vom erstickenden Gestank des Blutes und der Angst. Dieser Geruch machte ihren Wirt fast wahnsinnig. Tess verspürte den unbändigen Wunsch zu töten, zu fressen und sich im Kadaver ihres Opfers zu wälzen. Sie fühlte sich völlig beherrscht von den animalischen Instinkten. Sie wollte kämpfen, töten, fressen. Jeder schien ihr Feind zu sein, wollte ihr ans Leder oder ihr die Beute abspenstig machen. Jeder! Verteidigen. Sie musste sich verteidigen. Fressen. Stärker werden. Töten. Überleben." 
Wie wäre das für euch? Die Vorstellung, sich einmal im Monat in ein Tier zu verwandeln? Cool oder doch eher *schüttel*? 
"Tess hatte noch nicht zu Ende gesprochen, als sie bemerkte, dass sie sich nicht mehr in ihrem Schlafzimmer befand."
Ein Horror, sagt ihr? Ganz genau ... 

Im zweiten Band von "Die Seelenspringerin" geht es ja vornehmlich um Fin, den Wergeparden. Ich hab meine Reihe so entwickelt, dass jeder Band einen neuen Kriminalfall behandelt. Im ersten standen die Vampire im Vordergrund, im zweiten geht es mehr in Richtung Wald und zu den Gestaltwandlern. 
Die Gestaltwandler sind bei mir mit dem sogenannten Lykanthropenvirus infizierte Menschen. Sie müssen sich einmal im Monat verwandeln, um ausgeglichen zu sein. Öfter ist es eigentlich nicht nötig. Gail zum Beispiel hat ihr Tier gut unter Kontrolle und lebt was ausschließlich als Mensch. Bis auf ihre Eigenarten ... Manche leben ihre tierische Seite jedoch sehr aus und verändern sich daraufhin dauerhaft. Das ist genau das Problem bei der Entführung von Fin, wie der folgende Textschnipsel zeigt. Denn auch die gesteigerte Körperkraft, die guten Instinkte und die enorme Regenerationsfähigkeit hat seine Kehrseite (mal abgesehen davon, dass einem Pelz wächst).


Wollt ihr noch mehr über die Welt der Seelenspringerin und ihrer Monster erfahren? Dann bleibt dran, denn einige Figuren der Reihe möchte ich euch in den kommenden Wochen näher vorstellen.



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