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Wie viel von mir steckt in meinen Protagonisten

Heute will ich mal einen seelischen Striptease hinlegen. Wie viel steckt wirklich von mir in meinen Protagonisten?

Bei mir ist es ganz viel - allerdings nicht so, wie man vielleicht denken mag ;)
Schreiben bedeutet für mich ja, meiner Fantasie freien Lauf zu lassen, in andere Welten einzutauchen und, ja, andere Leben zu leben. Nehmen wir mal meinen Nachtahn Dorian: er ist unsterblich, mächtig, reich und ihm steht im Grunde jede Möglichkeit offen, zu tun, was auch immer er will. Mir nicht. Auch bin ich weder unsterblich oder reich :o Aber ich wäre es gern. Und wenn ich unsterblich, mächtig und reich wäre, würde ich vermutlich so sein wie Dorian Fitzgerald.
Oder auch Tess, meine Seelenspringerin: Sie hat es mit ihrer Gabe, in die Seelen der Monster springen zu können, nicht leicht. Dennoch hält sie an ihrer Nächstenliebe, ihrer Aufopferungsbereitschaft und ihrem Glauben an das Gute fest. Tess lebt Werte, die mir persönlich ebenfalls wichtig sind. Deshalb findet man einiges von meinen Gedanken, meinen Empfindungen und meinen Wünschen auch in ihr und all den anderen Figuren in "Die Seelenspringerin"-Reihe.
Oder in Kat aus "Schattenrot", die unter den Lügen der beiden Menschen leidet, die sie am meisten liebt.
Es ist also eher nicht so, dass mein Leben oder ich als gesamte Persönlichkeit in meinen Figuren stecken, aber ganz viel von dem, was mich beschäftigt, was ich selbst im Leben erleben durfte (oder musste) und was ich als Wertvorstellungen meinen Kindern auf den Weg gebe.


Irgendwie schizophren, oder?

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