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Lilly Labords Vampirbücher der besonderen Art

Ihr wisst ja, dass ich Vampirbücher mag und immer auf der Suche nach neuem Lesestoff bin. Hier habe ich einen der besonderen und humorvollen Art für euch. Geschrieben von einer sehr sympathischen und vor allem vielseitigen Autorin: Lilly Labord, die unter dem Pseudonym B. C. Bolt ebenfalls beim bookshouse Verlag veröffentlicht hat. Mit ihren Vampirbüchern ging sie jedoch ihren eigenen Weg.




Buchtitel : „Kein Brautstrauß für Vampire“

Genre/Zielgruppe: Paranormal Romance - Komödie

Eigene kurze Vorstellung des Buches
Lilly ist beruflich sehr erfolgreich, als sie unerwartet entlassen wird. Ausgerechnet ihr Ex schlägt ihr vor, eine Partnervermittlung aufzumachen – für paranormale Mitbürger, also Vampire, Werwölfe und Dämonen. Und entgegen ihrer Erwartungen wird das Projekt ein voller Erfolg – doch was ist mit Lilly selbst? Findet sie denjenigen, der an ihre Seite gehört?

Vampirromane gibt es ja schon eine ganze Menge. Was ist das Besondere an Deinem Buch? Warum sollten die Leser gerade Dein Buch kaufen?
Ja, es gibt sehr viele Vampirromane und genau deshalb hat es mir Spaß gemacht, das Genre von der humorvollen Seite aus weiter zu erkunden. Wie halten es denn Vampire mit der Liebe? Die spazieren doch nicht alle in Bellas Schlafzimmer oder entführen schöne Sterbliche. Aber nach Liebe sehnen sie sich gewiss. Weshalb also keine Partnervermittlung gründen, die zusammenführt, was zusammengehört? Und das ist dann mitten in Frankfurt angesiedelt, wo man Lilly in Cafés, Restaurants und Museen der Stadt erlebt – das mögen Leser gern, da etwas wiederzuerkennen. Die Idee auszuarbeiten, hat mir viel Spaß gemacht und den Leserinnen des Genres ebenfalls, weswegen gerade schon der dritte von vier Teilen herausgekommen ist.

Du schreibst unter Pseudonym, magst Du uns trotzdem ein bisschen was über Dich erzählen?
Ich schreibe unter Pseudonymen, damit meine Leser jeweils wissen, was sie erwartet. Wenn ich als B. C. Bolt blutige Keltenromane veröffentliche, dann erwarten die Leser keine witzigen, modernen Paranormals. Also schreibe ich die als Lilly Labord. Im bürgerlichen Leben helfe ich Kindern mit Lese-Problemen und Aufmerksamkeitsstörung. Das ist ein Beruf, den ich genauso wenig missen möchte, wie das Schreiben, denn die Kinder haben so viel Potential und verdienen es wirklich, Hilfe zu bekommen.

Autorenseite, Blog, Facebook, Amazon, Lovelybooks o.ä.

Wie ist Dir die Idee zu dieser Geschichte gekommen?
Ich unterhielt mich mit Kay Noa über Vampirromane, als ich mich zu fragen begann, was wäre wenn ein Werwolf verwitwet ist, aber fünf Kinder hat? Was macht er nun? Und wie findet eine junge Frau, die heimlich von einem Vampir an ihrer Seite träumt, denn nun so einen unsterblichen Prachtkerl? Und was ist mit den ganz großen unter den Vampiren? Draculas Erben? Das waren Fragen, auf die ich dann Antworten gesucht habe. Auch zusammen mit Kay Noa, die eine eigene Serie herausgebracht hat, aber aus diesem Treffen heraus mit mir Nebenfiguren und Schauplätze teilt – sowas gibt es auch nicht oft. Das macht Lesern Spaß und uns auch.

Was macht Deine Hauptfigur aus? Wieso kann nur er/sie diese Geschichte erleben?
Lilly ist unternehmungslustig und mag es, anderen zu helfen. Obwohl sie sich selbst nicht für besonders tapfer hält, kann sie aber doch nichts so schnell umwerfen. Sie ist kreativ und hat ein Gespür dafür, ob zwei Menschen … oder eben auch Vampire zusammenpassen. Deswegen erwirbt sie sich schnell einen Ruf in der Schattenwelt – also bei den paranormalen Wesen – und damit gerät sie dann aber auch in Gefahr und schafft es, damit klarzukommen.

Warum Self-Publishing? Wo siehst Du Vor- wo stecken möglicherweise Nachteile?
Ich habe bisher insgesamt 4 Bücher in zwei Verlagen veröffentlicht. Für mich ist es aber wichtig, nicht nur zu schreiben, was Verlage gerade haben möchten, sondern direkter an meinen Lesern zu sein. Das kann ich nur als Selfpublisher. Ich setze um, was sie mögen, ich bekomme ihr Feedback und ich muss nicht zwei Jahre warten – und meine Leser mit mir – bis das Buch durch die Verlagsmühlen gelangt ist. Für mich sind beide Wege gute Wege und ich bin auch gerne beim Bookshouse Verlag.

Hast Du noch Tipps an andere Selbstverleger?
Oh, ich habe die Erfahrung gemacht, dass hier jeder seinen Weg finden muss. Ein Tipp, den aber die meisten Selfpublisher inzwischen verinnerlicht haben, lautet: Sei bei deinen Lesern! Hol dir Feedback, arbeite es ein, erfülle Leserwünsche, die der schwerfälligere und eher konservative Buchmarkt vielleicht so nicht erfüllt.

Zum Abschluss ein paar Quickies:
Sekt oder Bier? Huh – Sekt natürlich J
Schokolade oder Gummibärchen? Schokolade!!!
Meer oder Berge? Mittelgebirge
Hund oder Katze? Beides – ich hatte 16 Jahre lang Hunde und nun habe ich Katzen.
Captain America oder Iron Man? Wer? Was? Ich bin so gar nicht im Marvel-Universum unterwegs. Gib mir LOTR, Cinderella, Mara und der Feuerbringer…


Okay, Lilly Labord mag also lieber Cinderella als Iron Man - warum überrascht mich das jetzt nicht?
Viele Dank, liebe Lilly aka B. C. für Deine wirklich sehr sympathischen Antworten. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und werde mich jetzt mal in die paranormale Partnervermittlung stürzen. Im übertragenen Sinne natürlich. Obwohl, klasse wäre es schon, wenn es so etwas gäbe, oder?

Kommentare

  1. Ganz tolles Interview. Ich liebe die Bücher von und mit Lilly.

    LG Andrea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön! Ich hoffe, Lilly liest das ;)
      Ich fand die Idee total klasse und bin echt gespannt!

      Liebe Grüße
      Sandra

      Löschen

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