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Wohlfühlbehandlung für mein Manuskript

Mein erstes Lektorat - oder auch "Text-Spa" für mein Manuskript, um mal meinen lieben Kollegen Alexander Bally zu zitieren.


 

Für mein Debüt habe ich nun mein erstes Lektorat hinter mir.
Ich muss gestehen, dass mir davor, was ein Lektor, also jemand, der sich mit Büchern und Sprache auskennt, zu meinem Buch sagen wird, graute. 
Im Nachhinein war alles gar nicht so schlimm. 
Es gab viel weniger Anmerkungen, als ich gedacht hätte. Die meisten bezogen sich auf die äußere Form und Formulierungen. Am Text wurde so gut wie nichts beanstandet. Hier und da habe ich mich unklar ausgedrückt oder eine Kleinigkeit ergab keinen Sinn. Ich bin davon ausgegangen, dass ein Lektor weiß, was er oder sie tut. Immerhin ist er oder sie auch "nur" ein Leser. Sprich: was dem Lektor nicht klar wird, wird wahrscheinlich auch den Leser verwirren. Deshalb hab ich die wenigen Kritikpunkte anstandslos korrigiert. 

Drei große "Verbesserungschancen" haben sich herausgestellt. Warum nenn ich das so? Weil diese drei Punkte zu den Anfängerfehlern gehören - oder daraus resultieren, dass man, so wie ich, sich nicht jeden Schreibratgeber verinnerlicht hat. 
Mein größtes "Problem" sind Füllwörter. Nein, ich prüfe jetzt nicht, mit wie vielen ich diesen Text gefüllt habe, aber wer Spaß daran hat: hier gibt es einen Füllwörter-Test:  Schreiblabor

Ich habe mir diese drei großen Chancen auf einen Zettel geschrieben und an mein Laptop geheftet, damit ich zukünftig gleich beim Schreiben daran denke. 

Dennoch war ich, wie gesagt, überrascht, dass nicht mehr korrigiert wurde und sehe mich bestätigt darin, dass sich eine aufwendige eigene Überarbeitung à la Andreas Eschbach lohnt. 

Alles in allem ist der Text jetzt runder und schöner - und ihr dürft gespannt sein, wenn "Mächtiges Blut" im März erscheint. 

Also doch Text-Spa ;)

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