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Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende?

Oder: warum ist es so schwer, eine Geschichte auch zu Ende zu schreiben?

Viele Hobbyautoren scheitern daran, eine Geschichte zu Ende zu schreiben. Ich persönlich habe immer viel zu viele Ideen im Kopf, die ich auch gerne umsetzen möchte. Da fällt es mir manchmal schwer, mich auf ein bereits laufendes Projekt zu konzentrieren. Vor allem, wenn es im Laufe der Entwicklung langsam wirklich Arbeit wird, und die Ideen nicht mehr so fließen. Dann erscheint es natürlich im ersten Moment einfacher, sich einer ganz neuen Geschichte zu widmen. Denn das Kreieren von neuen Charakteren, Orten, Hintergründen und dem ganzen Drumherum, das der Geschichte Leben einhaucht, ist immer das Aufregendste. Und das Leichteste.
Es gehört viel Disziplin dazu, diese neuen Ideen dann einfach nur zu notieren, damit sie nicht verloren gehen - und dann wegzulegen. Ich führe mir dann immer vor Augen, dass ich bei dem laufenden Projekt zu Anfang ebenso begeistert und ungeduldig war. Und dass meine Protas es nicht verdient haben, ihr Abenteuer nicht zu Ende erleben zu dürfen.

Dabei habe ich nicht einmal im Hinterkopf, dass man sich ja schlecht bei Verlagen vorstellen kann, wenn man nur unfertige Projekte vorzuweisen hat. Es ist vor allem ein sehr befriedigendes Gefühl, etwas zu Ende gebracht zu haben. Es geschafft zu haben, eine Idee wachsen und gedeihen zu lassen, bis aus ihr eine vollständige Geschichte geworden ist, die man guten Gewissens anderen präsentieren kann.
Wenn ich immer alles nur soweit schreibe, bis es schwierig wird oder mir zeitweilig die Ideen ausgehen, kann ich mich selbst als Autorin gar nicht mehr ernst nehmen. Und werde auch von anderen nicht ernst genommen.

In diesem Sinne gibt es bei mir heute mal wieder weißen Rauch für ein neues fertiggestelltes Manuskript!

Weißer Rauch über Schwentinental!
"Tess und die Monster" (Arbeitstitel) haben mich gut 2 Monate begleitet 

 

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