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Exposé - Grauen oder Chance?

Zum wiederholten Male habe ich mir nun das Exposé meiner neuen Trilogie vorgenommen und verändert. Manchmal ist das Verfassen eines Exposés aufwändiger als das Schreiben der Geschichte selbst. Es scheint unmöglich, eine Riesenhandlung mit allen Nebenhandlungen und Wendungen auf drei Seiten zusammenzufassen und schwierig, dabei die richtigen Handlungen heraus zu filtern. Und dann soll das Ganze auch noch spannend zu lesen sein und zumindest ein bisschen den eigenen Stil zeigen ...!
 
Gustave Courbet, Selbstportrait

Doch bei allem Haareraufen hat ein Exposé etwas Gutes. 
Wenn man - so wie ich - ohne detaillierten Plan sondern eher mit einem groben Grundgerüst an die Arbeit geht, hilft diese kleine Zusammenfassung, eventuelle Denkfehler oder Nicht-ganz-runde Zusammenhänge zu erkennen. Da ich so den roten Faden genauer heraus arbeiten muss, kann ich erkennen, ob er auch wirklich in der gesamten Geschichte als solcher zu erkennen ist - oder ob ich zwischendurch vielleicht in meinem Schreibwahn etwas vom Weg abgekommen bin. 

Dieses besagte Exposé gab ich einer lieben Kollegin, die so gar nichts mit Vampiren zu tun hat und auch keine Vampirromane liest. Das war genau die richtige Person für meine neu kreierte Welt! Denn bei ihren Anmerkungen ist mir aufgefallen, wie viel ich manchmal doch vorausgesetzt habe, was der Leser wissen müsste. Dank ihrer Hinweise und "ich frag´ jetzt mal ganz blöd" ist das Exposé jetzt schlüssiger und eben runder - und dennoch auf drei Seiten beschränkt. 

Nun kann ich es beruhigt auf die Reise zu den Verlagen schicken. Drückt mir die Daumen, dass es ihnen genau so gut gefällt wie mir ;)

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