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Realitätsflucht. Wer? Ich?

Meine Geschichten sind für mich langsam so etwas wie mein ganz privater, ganz intimer Erholungsort geworden.

Andere Menschen streifen nach einem langen Arbeitstag ihre Schuhe und Dienstklamotten ab, ich schlüpfe in die Rolle eines Vampirs, eines Werwolfs oder eines anderen mystischen Fabelwesens. Ich tauche ein in diese von mir geschaffene Welt, lasse meinen Ärger heraus, indem ich einen Kampf beschreibe - und durchlebe - oder bringe meine guten Gefühle in einer romantischen Liebeszene zum Ausdruck. Ich lebe für ein paar Minuten oder Stunden ein selbst kreiertes Leben, in dem alles ganz genau so passiert, wie ich es möchte. Da gibt es niemanden, der mir Steine in den Weg legt. Und wenn doch, dann habe ich aber auch die Fähigkeit, sie wieder beiseite zu räumen. 

Wann immer ich an meinen Geschichten schreibe, lebe, leide, liebe und kämpfe ich mit meinen Protagonisten und bin fast traurig, wenn die Zeit um ist - und ich zu meinem echten Leben zurückkehren muss.

Ist das Realitätsflucht? Oder nur ein Urlaub von der Realität? Was meint ihr? Geht es euch genauso, wenn ihr selber schreibt oder ein gutes Buch liest oder einen mitreißenden Film schaut?

Schreibt mir eure Erfahrungen!

Eure Sandra aka Dorian aka Louisa aka ...

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