Samstag, 21. Januar 2017

Buchtipp: Martin Ulmer "Dunkellicht"

Heute stelle ich euch meinen geschätzten Kollegen Martin Ulmer und sein "Dunkellicht" vor. Der Mann in dem Anzug, der sich auch nicht so schade ist, in einer Kaffeeküche zu lesen, hat einen spannenden Action-Roman geschrieben, der in Dortmund spielt und uns in ein paralleles Deutschland entführt:






Buchtitel
„Dunkellicht“ – von Martin Ulmer , erschienen beim Papierverzierer-Verlag

Genre/Zielgruppe
Dark-Urban-Fantasy

Deine Geschichte in wenigen Sätzen
Die Geschichte spielt im Deutschland des Jahres 1999. Unerkannt von der „normalen“ Welt, gibt es eine zweite, übernatürliche Welt hinter den Kulissen. In ihr herrschen die Gesetze der „Befähigten“, einiger weniger Menschen, die über Kräfte aus anderen Ebenen verfügen. Im plötzlichen Niedergang der zwei mächtigsten Orden (Licht und Dunkelheit), verbünden sich zwei Ordensbrüder um am Leben zu bleiben, während sich eine uralte Prophezeiung zu bewahrheiten droht. Als Leser erlebt Ihr die Geschichte aus den Perspektiven von fünf unterschiedlichen Charakteren, die alle ihre ganz persönlichen Motivationen haben.

"Dunkellicht" scheint mehr als ein klassischer Licht gegen Dunkelheit-Roman zu sein. Was ist das Besondere daran? Warum sollte ein Leser ausgerechnet Dein Buch kaufen?
Es leuchtet im Dunkeln! Einigen war das als Kaufargument völlig ausreichend , daher erwähne ich das mittlerweile immer schon zu Beginn.


Darüber hinaus gibt es in „Dunkellicht“ keine strahlenden Helden, sondern Menschen, die alle ihre eigenen dunklen Facetten haben und für sich gesehen gute Gründe sich so zu verhalten, wie sie sich verhalten. Es liest sich schnell und wird durch den Perspektivwechsel niemals langweilig.

Man sieht Dich fast ausschließlich im Anzug in der Öffentlichkeit, als würdest Du selbst zum Büro 13 gehören. Wie ist Dir die Idee zu der Geschichte "mit Amtscharakter" gekommen? Hat sie irgendwie Bezug zu Deinem normalen Leben?
Die Anzugsidee kam ursprünglich 2014 von Markus Heitkamp. Er riet mir, ich solle doch mal einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd tragen. Das würde auch zum Buchcover passen. Danach habe ich den Anzug auf jeder Convention und Messe getragen und fühle mich damit total wohl und authentischer als in einem Outfit des Ordens der Dunkelheit oder dergleichen. Mittlerweile ist daraus mein „Markenzeichen“ geworden, so wie für Ann-Kathrin Karschnick das Grüne Kleid. Zu meinem normalen Leben gibt es da aber keinen Bezug. Ich arbeite zwar auch mitunter in einem Büro, aber das ist eher harmlos und hat keine „13“ im Namen.

Magst Du uns ein bisschen mehr über Dich persönlich erzählen? Was machst Du neben dem Schreiben? Was sind Deine Hobbys? Am meisten versuche ich meine freie Zeit für Sport nutzen. Laufen ist da seit langem mein treuer Begleiter, aber auch Ergänzungen wie Workouts oder Wandern sind wichtig für mich geworden. Gerne gehe ich auch mal ins Kino oder auf Konzertveranstaltungen. Manchmal reicht aber auch ein Abend auf ein Bier mit Freunden am Tresen. Und ganz selten noch Rollenspiele. Ach ja und Bücherlesen natürlich.

Was treibt Dich an?
Der sukzessive Aufbau meiner „Dunkellicht“-Welt und die Vielzahl an inspirierenden Eindrücken und Ideen, die man immer wieder von seiner Umwelt und seinem Mitmenschen bekommen kann. Dann wären da noch positives Feedback von Menschen, die mich lesen hören und denen es gefällt und das Gefühl vor anderem Menschen zu lesen.

Was kannst Du überhaupt nicht leiden?
Diese aufgezwungene Hatz und Jagd nach Likes und dergleichen.

Womit kann man Dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern?
Wenn ich eines meiner Bücher signieren darf, ist das immer noch ein sehr tolles Gefühl.
Hast Du ein Lebensmotto?
Das Leben leben.

Deine Lieblingsstelle in "Dunkellicht"?
Es gibt viele Stellen in „Dunkellicht“, die ich sehr mag. Eine meiner Lieblingsstellen ist sicherlich die Beschwörungsszene mit Martus dem Magiker, der sich auf ein bevorstehendes Treffen vorbereiten will. In dieser Szene beschwört er eine Wesenheit aus der Ebene von Asche und Staub, der Ebene der untoten Geister. Sie ist so etwas wie eine Zwischenebene, in der die Seelen vor ihrem Übergang normalerweise nur kurz verweilen. Diese Wesen eignen sich sehr gut zum Schutz. Der Beschwörer muss nur höllisch aufpassen, dass er keinen Fehler macht. Aus dieser Stelle lese ich sehr oft vor. Neugierig? Kommt zu einer Dunkellichtlesung.

Eine Lesung hab ich bereits von Dir mitbekommen, bei der wir spontan in die Kaffeeküche hatten ausweichen müssen, was irgendwie passte. Auch sonst bist Du viel auf Conventions etc. zu sehen und zu hören. Hast Du da noch eine lustige Anekdote für uns?
Während einer Convention in NRW übernachtete ich in einem nahegelegenen Hotel. Als ich am Morgen den Frühstücksraum betrat hatte ich bereits meinen Anzug an, da ich direkt im Anschluss zur Convention gehen wollte. Noch bevor ich mir einen Tisch aussuchen konnte, sprach mich jemand an.

ER: „Wo haben Sie hier die Teetassen?“
ICH: “ Welche Teetassen?“
ER: „ Na Tassen für Tee. Wo haben Sie die?“
ICH: „Weiß ich nicht…“
ER: „Das müssen Sie doch wissen.“
ICH: „Ich arbeite hier nicht. Ich bin auch Gast.“
ER: „Hm.“

Das war die gleiche Convention, bei der ich für jemanden vom Ordnungsamt gehalten und mir zunächst der Zutritt verwehrt wurde.

Bei meinen Lesungen erzähle ich ab und zu von weiteren Erlebnissen dieser Art.

Manche Autoren sind der Meinung, Lesungen und öffentliche Auftritte bringen nichts. Wie siehst Du das?
Ich denke, dass das eine Frage der Perspektive und Ansprüche ist. Mir persönlich machen das Lesen vor Publikum und der persönliche Austausch mit Lesern sehr viel Spaß. Für so etwas bin ich dankbar und es bietet eine sehr schöne Möglichkeit zu erleben, ob Texte ankommen. Ob das immer die beste Wahl ist um sein Buch oder seine Texte möglichst breit zu verteilen, kann ich nicht sagen.

Wie bist Du an den Papierverzierer Verlag gekommen? Hast Du viele Verlage angeschrieben?
Ich habe Mitte 2014 die text & talk in Oelde besucht. Da habe ich unter anderem Schemajah Schuppmann getroffen, ihm mein Manuskript in die Hand gedrückt und der Rest führte dann zur Veröffentlichung von „Dunkellicht“. Hört sich simpel an. Ich denke ich hatte da ein wenig Glück im Gepäck. Von den anderen Verlagen, die ich an diesem Tag auch angesprochen hatte, habe ich nichts mehr gehört.

Was kann man bereits oder wird man noch von Dir lesen können?
Meine Gedichte kann man immer wieder auf meiner Autorenpage bei Facebook finden. Zwei Gedichte von mir haben es in den Ausgaben der Anthologie „Lyrischer Lorbeer“ (2011 und 2014) geschafft. In der Space-Opera-Dystopie „Umray“ vom Papierverzierer-Verlag gibt es meine Kurzgeschichte „Der Blindgänger“ zu lesen.


Mittlerweile ist bereits der zweite Band "Schattenschein" erschienen.

Autorenseite- Facebook : https://www.facebook.com/MUAutor
Amazon:https://www.amazon.de/Martin-Ulmer/e/B00LZ7DTQY/ref=sr_ntt_srch_lnk_2?qid=1473598929&sr=8-2

Vielen Dank, lieber Martin, für die tollen Antworten. Einige werden sich vielleicht wundern: "Dunkellicht" hat ein neues Gesicht bekommen und passt so super zum zweiten Band "Dunkelschatten". Ich hab Martin schon mehrfach persönlich getroffen und auch lesen hören und war bereits nach der ersten Lesung in der besagten Kaffeeküche neugierig auf sein Werk. Wie sieht´s mit euch aus?

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