Samstag, 30. Mai 2015

Bei Liane Mars´ Fantasyroman ist nichts, wie es scheint

In Liane Mars´ Fantasyroman geht es um Gestaltwandler. Achnee, um Wölfe. Oder doch etwas ganz anderes? Ich muss gestehen, bisher konnte ich mit ihrem Roman nicht so recht etwas anfangen. Das hat sich nun geändert, denn bei "Aeri" ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint:



Buchtitel
Aeri – Das Band der Magie

Genre/Zielgruppe
Junge Erwachsene

Eigene kurze Vorstellung des Buches
Als Aeri auf einen wilden Wolf trifft, verändert sich ihr Leben radikal. Vorher musste sie allein im Wald klar kommen, jetzt hat sie plötzlich einen Gefährten. Doch irgendetwas stimmt mit dem Wolf nicht, denn er wirkt menschlicher als alles, was ihr sonst in ihrem magischen Wald begegnet ist. Als sie allerdings herausfindet, was los ist, bringt sie ihren Freund in tödliche Gefahr.

Fantasybücher gibt es ja unzählige. Was ist das Besondere an Deinem Buch? Warum sollte ein Leser gerade Dein Buch kaufen?
Die Aussage mit den Fantasybüchern kann man sogar noch steigern: „Gestaltwandler gibt`s doch wie Sand am Meer“ – hat mir ein Agent gesagt. Stimmt. Auf den ersten Blick scheint der Wolf tatsächlich einer zu sein, aber nur auf den ersten Blick. Das Geheimnis als solches hat kaum ein Leser sofort erraten – und das macht die Geschichte in meinen Augen reizvoll. Bei Aeri geht es nicht um die große Aktion und auch die Liebesgeschichte steht nicht direkt im Vordergrund. Es geht vielmehr darum, sich selbst zu finden und über sich selbst hinauszuwachsen, um andere zu retten.

Verrat uns doch etwas mehr über Dich.
Ich wache auf – und bin fröhlich. Ernsthaft. Der Wecker klingelt, für andere ein Drama, für mich heißt das: Es geht los in den Tag. Mein Mann – ein totaler Morgenmuffel, als wir uns kennenlernten – hat sich mittlerweile daran gewöhnt. Der ist übrigens meine Jugendliebe. Wir sind seit 11 Jahren zusammen und seit einem Jahr verheiratet. Was noch … mmmh. Ich hasse einkaufen. Deshalb gibt es bei uns die strikte Trennung: Ich putze, er kauft ein. Denn sobald ich in der Schlange stehe, verhagelt mir das den Tag. Nur Wellensittichfutter für meine zwei Piepsmäuse kaufe ich gerne ein, denn da bin ich wählerisch – und die beiden auch.

Ich hab gelesen, dass Du gelernte Verlagskauffrau bist. Warum bist Du dann zum Radio gegangen und arbeitest nicht bei einem Verlag? Liegt doch als Schreiberling nahe, oder?
Das war ein Unfall – oder besser gesagt: Meine Verlagsleidenschaft fiel der Abschaffung des Diploms zum Opfer. Ich war der erste Jahrgang Bachelor „Medienwissenschaft“. Im Diplom gab es jede Menge Verlagszeugs zu lernen. Das wurde komplett bei der Umstellung zum Bachelor/Master gestrichen. Ich wurde dezent gebeten, mich doch mal auf Neue Medien zu spezialisieren. Radio sei doch auch schön.
Was soll ich sagen? Sie hatten Recht. Ich liebe das Radio, weil es so unfassbar kreativ, schnell und lebendig ist.
Dass „Aeri – Das Band der Magie“ überhaupt zum Verlag kam, verdanke ich übrigens meiner Radiotätigkeit. Ich hatte einen Beitrag für Deutschlandradio zum Thema „Hobbyautoren“ gemacht. Meine Hobbyautorin sprang kurzfristig ab, ich reichte aus Verzweiflung mein eigenes Manuskript ein – und da habe ich Blut geleckt.

Hast Du einen Leitspruch, nach dem Du lebst?
Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.

Wie ist Dir die Idee zu dieser Geschichte gekommen?
Die ersten Seiten habe ich auf meiner Terrasse geschrieben, den Laptop auf dem Schoß. Damals hatte ich nur den Anfang im Kopf. Und dann, auf einmal, hatte ich die Idee zu diesem Dreh. Anstatt also abends fernzusehen, habe ich Abend für Abend die Geschichte geschrieben. Sie musste einfach raus – obwohl ich gar keine Bücher über Gestaltwandler lese.

Was macht Deine Hauptfigur aus? Wieso kann nur sie diese Geschichte erleben?
Aeri ist sanfter als andere Geschöpfe. Nur deshalb konnte sie überhaupt auf die Idee kommen, ein gefährliches Tier wie den Wolf zu retten. Und weil sie gleichzeitig stur und mutig ist, gibt sie Keelin auch nicht auf, als scheinbar alles verloren ist. Das mochte ich an ihr.

Wie viel von Dir selbst steckt in Deiner Hauptfigur?
Ich fürchte, da steckt nur meine Fröhlichkeit mit drin. Ich bin zwar zäh, aber so zäh nun auch wieder nicht. Auch würde ich bestimmt nach zwei Tagen im Wald allein vor Einsamkeit heulen und schreien: „Macht doch euren Scheiß alleine!“ Aeri ist da ganz anders. Sie hat sich auch ein bisschen verselbstständigt, denn eigentlich sollte sie viel schüchterner sein. Aber so stur wie sie ist, hat sie sich eben auch der Autorin widersetzt.

Autorenseite, Blog, Facebook, Amazon, Lovelybooks o.ä.

Zum Abschluss ein paar Quickies:
Sekt oder Bier? Sekt! Ich mag kein Bier.
Schokolade oder Gummibärchen? Schokolade
Meer oder Berge? Berge
Hund oder Katze? Wellensittich – das schließt beide aus, fürchte ich. Sonst eher Hund.
Batman oder der Joker? Batman – ich habe Angst vor Joker, große Angst.

Danke, Liane, für Deine tollen Antworten und ganz viel Erfolg mit "Aeri"!

Die fröhliche Liane Mars könnt ihr übrigens Ende November auf der Buchmesse Berlin persönlich treffen - zusammen mit einigen anderen tollen bookshouse Kollegen. Termin und Ort findet ihr hier in den Terminen. Unbedingt notieren! Ich werde mir dort mit Liane ein Zimmer teilen - und bin der totale Morgenmuffel. Das wird ja noch lustig ;)

1 Kommentar:

  1. Berlin ist bei mir sowas von sicher in meinem Terminkalender eingetragen. Danke, dass ich das Interview mit dir machen durfte - und ich freu mich schon auf Ende November, wenn wir uns mal live und in Farbe sehen.

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